Gaststätte wird Boardinghouse

Aus einer unrentablen Gaststätte wurden zwei Boarding-Einheiten – die Fläche wuchs von 150 auf knapp 190 m².

01 Ausgangslage

Das Projekt umfasste ein dreigeschossiges Gebäude inklusive eines rückwärtigen Scheunenanbaus und zwei zugehörigen Pkw-Stellplätzen. Ursprünglich als erfolgreiche Gaststätte mit darüberliegendem Wohnraum betrieben, ließ sich das Objekt aufgrund veränderter Marktsituationen und unpraktischer Platzverhältnisse in seiner bisherigen Form nicht mehr rentabel bewirtschaften. Der Bauherr wandte sich mit einer klaren Vision an uns: Die Immobilie sollte zukunftssicher und wirtschaftlich attraktiv neu positioniert werden. Die Kernfrage bei unserer ersten Vor-Ort-Begehung lautete: Klassischer Wohnraum oder ein innovativeres Konzept?

02 Umsetzung

Mit dem Ziel der maximalen Kapitalerwirtschaftung rieten wir nach einer tiefgehenden Potenzialanalyse von klassischem Wohnraum ab und entwickelten ein maßgeschneidertes Boardinghouse-Konzept. Die bauliche Substanz bot dafür ideale Voraussetzungen: Wir nutzten die bereits zahlreich vorhandenen Sanitärflächen in Erd-, Ober- und Dachgeschoss und passten sie strategisch an die neuen Bewohnerkapazitäten an. Das Herzstück des Entwurfs bildet das ehemalige Erdgeschoss der Gaststätte. Anstatt alles zu entkernen, haben wir das charakteristische Inventar erhalten, architektonisch aufgearbeitet und zu einem großzügigen, gemeinschaftlichen Wohn- und Kochbereich transformiert. Den darüberliegenden Wohnraum haben wir intelligent in Einzelzimmer aufgeteilt, um die Vermietbarkeit zu maximieren. Die ungenutzte Scheune im hinteren Bereich bauten wir zu einem separaten, autarken Apartment mit eigenem Sanitärkern und Kochnische um, welches direkt vom Garten aus erschlossen wird.

03 Ergebnis

Durch die konsequente Übertragung der Co-Living-Idee auf dieses Bestandsobjekt konnten wir die nutzbare Fläche von ursprünglich 150 m² auf knapp 190 m² erweitern. Es entstanden zwei hochattraktive Einheiten: Ein autarkes Ein-Zimmer-Apartment in der ehemaligen Scheune sowie eine großzügige Sechs-Zimmer-Einheit, die das historische Flair der alten Gaststätte als einzigartigen Gemeinschaftsraum nutzt. Gepaart mit der ohnehin starken Standortlage in Mainz bietet das Gebäude den künftigen Nutzern ein extrem attraktives Wohnumfeld. Für den Bauherrn bedeutet dieser architektonisch durchdachte Umbau eine massive Wertsteigerung und die maximale Ausschöpfung des Renditepotenzials.

Gebäudetyp

Wohn- und Gaststättengebäude mit Scheune

Leistung

Nutzungsänderung, Innenarchitektur, Bauleitung

Ort

Mainz

Fläche

150 → ca. 190 m²

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